DIN 276 — Kosten im Bauwesen
Die Norm zur Gliederung und Ermittlung von Baukosten — Grundlage für Kostenplanung, -kontrolle und -vergleich in allen Leistungsphasen.
Kenndaten
- norm
- DIN 276:2018-12
- einheit
- € (brutto/netto)
Ausführliche Erklärung
DIN 276 ist die zentrale Norm für die Kostenplanung im Bauwesen. Sie definiert eine hierarchische Gliederung aller Baukosten in Kostengruppen (KG) und regelt die Kostenermittlung von der ersten Schätzung bis zur Kostenfeststellung.
Die Kostengliederung umfasst sieben Hauptgruppen: - KG 100 — Grundstück - KG 200 — Vorbereitende Maßnahmen - KG 300 — Bauwerk — Baukonstruktionen - KG 400 — Bauwerk — Technische Anlagen - KG 500 — Außenanlagen und Freiflächen - KG 600 — Ausstattung und Kunstwerke - KG 700 — Baunebenkosten
Jede Hauptgruppe wird in 2. und 3. Ebene untergliedert (z.B. KG 300 → KG 330 Außenwände → KG 331 tragende Außenwände).
Die Norm definiert außerdem fünf Stufen der Kostenermittlung: 1. Kostenrahmen (LPH 1) 2. Kostenschätzung (LPH 2) 3. Kostenberechnung (LPH 3) 4. Kostenanschlag (LPH 6–7) 5. Kostenfeststellung (LPH 8)
Relevanz für Architekturbüros
DIN 276 ist die verbindliche Grundlage für jede Kostenplanung. Bauherren, Fördermittelgeber und Vergabestellen verlangen Kostenaufstellungen nach DIN 276. Die Norm ist außerdem Basis der HOAI-Honorarermittlung.
Wann wird dieser Parameter erfasst?
Leistungsphasen, in denen dieser Kennwert relevant wird und eine zunehmende Reife erreicht.
LPH 1
Kostenrahmen: Erste grobe Kosteneinordnung auf Basis von Erfahrungswerten und Vergleichsprojekten.
LPH 2
Kostenschätzung: Kosten nach KG 1. Ebene auf Basis des Vorentwurfs.
LPH 3
Kostenberechnung: Detaillierte Kosten nach KG 2./3. Ebene auf Basis des Entwurfs.
LPH 6–7
Kostenanschlag: Kosten auf Basis von Ausschreibungsergebnissen und Vergaben.
LPH 8
Kostenfeststellung: Tatsächliche Kosten nach Abschluss aller Baumaßnahmen.
PROZESSUNTERSTÜTZUNG
So unterstützt amenda Sie bei DIN 276 — Kosten im Bauwesen
In amenda bilden Sie die komplette DIN 276-Struktur als Kostenformular ab. Kostenwerte werden pro Projekt erfasst und über alle Referenzprojekte hinweg vergleichbar — die Grundlage für Ihren internen BKI.
Kostenkennwerte €/m²
Automatische Berechnung der Kostenkennwerte pro m² BGF, m² NUF und m³ BRI für jede Kostengruppe.
KG-Summenbildung
Automatische Aufsummierung der Untergruppen zu den übergeordneten Kostengruppen (KG 3xx → KG 300).
Detailtiefe nach LPH
In frühen Phasen nur KG 1. Ebene, ab LPH 3 automatisch Untergruppen einblenden.
Kostenvergleich
Grafischer Vergleich der Kostenverteilung über alle Referenzprojekte als Benchmark.
Plausibilitätsprüfung
Warnung, wenn Kosten pro m² BGF außerhalb typischer Spannen für die Gebäudetypologie liegen.
Kostenfreigabe
Nur Projektleitung und Controlling dürfen Kostenermittlungen als verbindlich freigeben.
DIN 276 — Kosten im Bauwesen strukturiert erfassen und auswerten — direkt in amenda Projektdatenbank.